Warum wir uns mit Pflanzen umgeben sollten 

Warum wir uns mit Pflanzen umgeben sollten 

Warum wir uns mit Pflanzen umgeben sollten 

Wir Menschen sind glücklicher und fühlen uns allgemein wohler, wenn wir uns mit ästhetischen Dingen umgeben. Schon die Menschen in der Steinzeit machten sich die Mühe, um aus Steinen und Holzteilen beeindruckende ästhetische Figuren und Kunstwerke  herzustellen. 

Der Maßstab jedoch, was als „ästhetisch“ und „schön“ angesehen wird, hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändert. Was wir Menschen doch durch die gesamte Geschichte hindurch und bis heute noch als attraktiv für unser Auge empfinden, ist die Symmetrie. Diese Empfindung rührt natürlichen Ursprungs her, da in der Natur alle Pflanzen eine gewisse Symmetrie aufweisen. Jedes Blatt, jede Blume und jeder Baum beinhaltet symmetrische Elemente. Die Natur liefert den Menschen lebensnotwendige Nährstoffe, ohne die wir nicht überleben könnten, weshalb wir eine natürliche Anziehung zur Natur und ihrer symmetrischen Erscheinungsform verspüren. 

In diesem Artikel erfährst du nun, warum du dich unbedingt mit Pflanzen umgeben solltest und dein körperliches als auch geistiges Wohlbefinden davon profitieren. 


Pflanzen machen uns glücklich 

Pflanzen gelten schon lange Zeit nicht mehr nur als hübsche Dekoration für den Balkon. Pflanzen haben eine sehr wichtige Rolle in unserem Leben, sowohl für unsere körperliche, als auch mentale Gesundheit. Aus psychologischen Forschungen weiß man, dass es ein sogenanntes „Natur-Defizit“ gibt, welches hauptsächlich bei Menschen vorkommt, die in Großstädten wohnen oder kaum in die freie Natur gehen. 

Ein Natur-Mangel kann zu zahlreichen psychologischen Beschwerden führen, wie beispielsweise Depressionen, Angstzuständen, Melancholie, Aggressivität und allgemein Gefühle der Unzufriedenheit.

Der Grund dafür ist, dass Pflanzen bestimmte chemische Botenstoffe namens Terpene enthalten, welche die Fähigkeit haben, beim Einatmen dieses Stoffes unsere Gehirnnerven zu stimulieren. Das ist auch der Grund dafür, warum wir in Gegenwart von Pflanzen glücklicher sind und uns ausgeglichener fühlen. 

Um diesen Effekt zu gewährleisten oder sogar zu verstärken, kannst du deine Wohnung oder dein Haus mit ein wenig Grün aufpeppen und dabei nicht nur optisch frischen Wind hinein bringen, sondern damit auch deiner Gesundheit und Laune etwas Gutes tun. 


Pflanzen steigern die Konzentration, Produktivität und Kreativität

Pflanzen machen aber nicht nur glücklich, sondern steigern darüber hinaus auch unsere Konzentration, Produktivität und Kreativität. Dies ergab eine Studie, die an der britischen Cardiff University durch ein spezialisiertes Forscherteam durchgeführt wurde. Bei dieser Studie wurden über einen Zeitraum von ein paar Monaten hinweg in zwei großen Bürogebäuden Pflanzen aufgestellt und anschließend wieder entfernt. Das Ergebnis war eindeutig: Die Angestellten konnten eine signifikante Steigerung von rund 15% ihrer Produktivität, Konzentration und Kreativität feststellen. 

Auch die Motivation und die emotionale Verbundenheit mit der Arbeit verbesserte sich. Das hat sich folglich auch sehr positiv auf das allgemeine Wohlbefinden, sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene, ausgewirkt. 

Der Grund, warum Pflanzen unsere Arbeitsweise so positiv beeinflussen können, liegt in ihrer Fähigkeit, Schadstoffe und Feinstaub zu filtern. Pflanzen fangen Giftstoffe aus der Luft ein und wandeln sie, durch den Vorgang der sogenannten Photosynthese, in frischen und sauberen Sauerstoff um. Durch diesen Prozess wird auch die Luftfeuchtigkeit um 5 bis 10% erhöht, was sich vor allem in den Wintermonaten als sehr hilfreich erweist, da die Luftfeuchtigkeit durch das Aufdrehen der Heizungen viel zu niedrig ist und daher unseren Hals, Rachen und die Nasenschleimhaut reizt. 

Die luftreinigende und feuchtigkeitsfördernde Eigenschaft der Pflanzen kann auch dabei helfen, Kopfschmerzen zu bekämpfen. Chemische Stoffe in der Luft, wie Benzol, Trichlorethylen und Formaldehyd, verursachen bei vielen von uns regelmäßig Kopfschmerzen. Diese Gase gelangen entweder beim Lüften in unseren Raum, oder aber auch durch Teppiche und Ledergarnituren, die diese Stoffe beinhalten. Pflanzen filtern auch diese Substanzen hervorragend und helfen uns dabei, lästige Kopfschmerzen endlich los zu werden. Folgende Pflanzen reinigen nicht nur die Luft, sondern sind zudem noch pflegeleicht. 


Luftreinigende Pflanzen:

    • Grünlilie (Chlorophytum comosum)
    • Gemeiner Efeu (Hedera helix)
    • Fensterblatt (Monstera deliciosa)
    • Bogenhanf (Sansevieria) 
    • Drachenbaum (Dracaena marginata)
    • Efeutute (Epipremnum aureum) 
    • Schwertfarn (Nephrolepis exaltata)

Darüber hinaus dienen Pflanzen auch als ästhetische Schalldämpfer. Insbesondere Zimmerpflanzen mit dichtem Wuchs und großen Blättern absorbieren störende Hintergrundgeräusche, wodurch der Raum allgemein ruhiger wirkt. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich dein Zimmer oder Büro neben einer Straße befindet. Auch dieser Faktor unterstützt unsere Konzentrationsfähigkeit und verbessert unsere Arbeitsweise. 


Pflanzen wirken stressreduzierend und beruhigend 

Studien aus verschiedenen Ländern konnten schon vor langer Zeit mehrmals beweisen, dass Pflanzen und Blumen das Stressniveau von Menschen bis zu 60% senken können und im Umkehrschluss sogar beruhigend und stimmungsaufhellend wirken. Der Grund dafür ist wieder, dass Pflanzen zahlreiche Stressfaktoren reduzieren, wie schlechte Luft und störenden Lärm. Zudem senden sie bioaktive Substanzen aus, die unsere Gehirnnerven positiv beeinflussen und zusätzlich auch unser Auge erfreuen. Sie helfen uns damit innere Ruhe aufzubauen, ausgeglichener zu werden und Depressionen zu vermindern.

Da Pflanzen und die Natur im Allgemeinen aus psychologischer Sicht eine sehr beruhigende Wirkung auf uns Menschen haben, stärkt dies in uns die Verbindung mit uns selbst, der Natur und auch anderen Menschen. Man kann daher wirklich sagen, dass Pflanzen uns Menschen erden und uns als vollkommene Wesen fühlen lassen. Das überträgt sich auch auf Beziehungen und den Umgang mit unseren Mitmenschen. Wir verhalten uns achtsamer gegenüber den Menschen, die uns umgeben, aber auch gegenüber uns selbst und der Umwelt.